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Samtmut

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Samtmut

Kategorien-Archiv: óneiros

Hinter Gittern

03 Freitag Feb 2012

Veröffentlicht von Samtmut in óneiros, Tagebuch

≈ 31 Kommentare

Schlagwörter

Gedanken, Herausforderung, Selbstgespräche, Traum, Zensur

2012-02-01-Traumbild "Hinter Gittern"Wie man dumme Selbstgespräche unterbindet:
Wichtig ist, mit einer Antwort der noch unfertigen Frage vorauszueilen und festzustellen: die Antwort ist ungenügend, jedoch fällt mir keine vernünftigere ein. So bleibt Zeit, rasch eine weitere Frage zu generieren, um darauf eine Antwort zu finden, die einzig dazu dient, der bereits in die Aufmerksamkeit drängenden ersten Antwort ausreichend Einhalt zu gebieten.

Dennoch: Die scheinbare Abwesenheit greifbarer Gedanken ist nicht mit Gedankenleere gleichzusetzen.

[Muss ich morgen noch einmal ran. Brauche wieder Nachhilfe in deutscher Grammatik - tz!]

Bloggertreffen – Bruchlandung

25 Freitag Nov 2011

Veröffentlicht von Samtmut in óneiros

≈ 6 Kommentare

Schlagwörter

Bloggertreffen, clever, ernst, Radvansky, seriös, Traum, vergessen

Da Tantchen zur Kur ist und die Traumfotografie nicht richtig funzt — jaajaa, ich arbeite dran — kam mir die Idee, in unregelmäßigen Abständen vom Geschehen in Bloggershausen zu berichten. Um eine unabhängige und seriöse Berichterstattung zu gewährleisten, schreibe ich diese Berichte für euch im Schlaf.

In dieser Nacht träumte mir…. In meinem Haus stehen alle Türen offen. Heitere Stimmen durchfluten die Räume. Viele Blogger von Twoday und WordPress sitzen beisammen. Schon seit einigen Stunden; ohne dass ich es bemerkt hätte. Ach so – dingdong! — ich habe wohl zu einem Bloggertreffen eingeladen! Na schön. Eugene, die mit dem Rücken zu mir sitzt, dreht sich mit fragendem Blick um und so komme ich drauf: ich sollte mal Getränke und Speisen herbeischaffen. Zielstrebig setze ich mich in Bewegung, gehe hinüber in den nächsten Raum und… weiß nicht mehr, was ich wollte. Vielleicht gibt es eh keine Vorräte.

MomosevenIn diesem Augenblick kommt Momoseven auf mich zugerannt. Sie trägt eine Brille mit blau getönten Gläsern, ein Häkelmützchen mit Beerenblättern und einer übertrieben großen roten Blüte, überhaupt sieht sie ziemlich schräg aus – hula-hula irgendwie. Ihre Umarmung ist stürmisch und das erinnert mich: ja klar, ich hatte ihr kürzlich das Du angeboten. Mit beiden Armen hängt sie an meinem Hals und macht keinerlei Anstalten, von mir abzulassen. Mit jedem Schritt trage ich sie nun wie ein Schmuckstück vor mir her und ein jeder wird denken: Hey, die Samtmut ist ja ständig in Partylaune! Länger als eine Viertelstunde darf ich das nicht zulassen, sonst schadet das meinem Image. Schließlich bin ich als ernsthafter und seriöser Mensch bekannt… Hmmmh…

Gemeinsam mit Eugene gehe ich vor das Haus und blicke zum nahen Meer. Oh? Na sowas? Ein wildspielender Hund ist ins Meer entlaufen und alle Kinder toben hinterher, ihn zu retten. Meine Stirn legt sich sorgenvoll in Falten: womöglich muss schon bald eine ganze Kinderschar gerettet werden…
Da! Ein fliegender Handwerkertransporter – weiß mit rotem Schriftzug – kommt vom Meer herüber geflogen. Arbeitseinsatz! Kurz vor dem Haus macht er die Biege. Eugene und ich hinterher. Er im Sturzflug! Mit Absicht, mein Gott! Er kracht aufs Nachbargrundstück und explodiert. Viele Nachbarn stehen da, mit offenen Mündern. Gleich als die ersten Flammen aufschlagen, überlegt Eugene laut: „Das ist für unsere Gesundheit aber nicht gerade förderlich.“ – Stimmt! Das wirbelt eine Menge Kerosin in die Luft. Schnell ins Haus, um ein gutes Vorbild zu sein – so rede ich mir ein.

Zwar bin ich nicht sicher, ob der Bruchpilot schon gestorben ist, aber das warte ich besser nicht ab. Nach Ableben des Piloten ist es nämlich endlich mal möglich, zehn Bücher in der Bücherei abzugeben / auszuleihen. Da ich gerade im praktischen Modus bin, will ich die Zeit nicht mit pietätvollem Abwarten vertrödeln, sondern lieber gleich als Erste den Tresen stürmen, ehe nachher die Massen kommen und ich dann ewig warten muss. Frohgemut stelle ich meine Fahrradtasche auf den Tresen, öffne sie, stopfe zehn Bücher – alle durchsichtig wie Plexiglas – und ein rot-schwarzes Bikinihöschen rein, und blicke die Angestellte an. Insgeheim erwarte ich, dass sie mich für meine Cleverness bewundert, und dafür, wie schnell ich geschaltet habe. Doch sie fragt verwundert: „Ist er denn schon tot?“ — Ich zucke mit den Schultern, spitze den Mund wie zum Flöten und murmele betont harmlos: „Weiß nich…“ Ich darf mir jetzt nichts anmerken lassen, sonst denkt sie noch, ich sei gefühllos und das machte ja keinen so guten Eindruck.

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Ich schmückte mein Haar mit einer zerzausten Blume, doch ihr Idioten seht nur den dicken Rauch meiner Pfeife.

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