Mitteilung

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Manche haben es mitbekommen: monatelang habe ich gerungen und mich gequält, ohne zu wissen warum, und ohne Idee, wohin die Reise hier im Blog gehen könnte oder sollte.

Heute Abend wurde mir klar, was ich bisher übersehen hatte. Ja, vermutlich bisher nicht sehen wollte, da mit dieser Erkenntnis die Fortführung von Samtmuts Blog in Frage gestellt ist. Längst war Samtmut in Frage gestellt, nur ich hielt noch daran fest und erzählte mir von Blockaden, Hemmungen, Erschöpfungen oder auch notwendigen kreativen Pausen. Eine Pause wäre mir recht gewesen, aber Samtmuts Ende? NEIN! Zu dickes Ding!

SchattenNatürlich, diese Samtmut ist ein Teil von mir, den ich schon stark spüre und es macht sehr viel Spaß, diese Kraft auszuleben — phasenweise gibt mir das sogar Kraft. Doch ich habe ihr mehr Raum gegeben, als ich mit meiner wahrhaftigen Kraft füllen kann. Ab und zu Samtmut sein, okay. Aber Samtmut als Hauptdarstellerin … nein. Ja, ich weiß: das ist eh nur mein Kopfkino. Niemand verlangt das von mir. Und vermutlich merkt nicht mal jemand, dass hier jetzt die Marianne hinter der Samtmut schreibt. Das Problem liegt bei mir. Ein bisschen habe ich mich inzwischen gegrämt, weil ich dieses Blog auch noch Samtmut genannt habe. Obwohl … als ich den Namen wählte, hatte ich dabei noch gar nicht eine Rolle im Kopf. Samtmut hat sich hier mit meinen Lesern entwickelt — hat voll Laune gemacht, Junge Junge!! (Deshalb will ich sie ja auch nicht hergeben, nicht opfern.)  Ich hätte damals nicht vermutet, dass ich mich mal als Samtmut angesprochen fühlen würde. Beim Registrieren des Blogs mussten halt alle meine Ideen dran glauben, da alle Namen bereits vergeben waren. Das war dann wie ein Würfeln mit dem, was mir so in den Sinn kam. Wahrscheinlich trug ich damals meine schwarze Knickerbockerbüx aus schwarzem Samt. Oder das schwarze Samtkleid. Und Mut hat mir schon immer gefehlt — also habe ich ihn mir gemacht. All meinen Mut in Samt gekleidet. Glamour und so.

Ja, bis eben war ich traurig, weil mir klar wurde, dass es sich mit Samtmut erschöpft hat. Nicht nur, dass ich diese Rolle nicht mehr spielen kann (obwohl ich bestimmt bald gerne wieder würde) … das Entscheidende für mich ist: mit Samtmut ist eine bestimmte Form von Ausdruck verbunden, die sich eben auch in den Bildern und Texten wiedergefunden hat. Und somit muss ich das alles aufgeben! Das ist weit weit schlimmer, als nur diese Samtmut-Rolle. Doch Moment … stimmt das wirklich? Und warum spüre ich gerade jetzt so eine Leichtigkeit, ja geradezu verschmitzte Heiterkeit?

Ja, in gewisser Weise muss ich etwas aufgeben. Da Samtmuts Ausdrucksweise von mir fordert, das ich nicht anhaltend geben kann. Ich hatte überlegt, das Samtmut-Blog stillzulegen und woanders … — …  ich war ja mal als Blognomadin bekannt. Tatsächlich hatte ich mir hier echt fest vorgenommen, das nicht mehr zu tun, weil es irgendwie auch unverschämt ist, den wirklich interessierten Lesern zu überlassen, mir geduldig hinterherzudackeln. Na, das ist doch so! Mir ist klar geworden, dass das Weiterziehen mir wirklich dabei geholfen hat, die bisherige Rolle abzulegen und wieder eine Andere werden zu können. So als dürfe ich das niemandem zumuten. Jaja, ich weiß, da stecken Ängste dahinter (keine weitere Ausführung dazu an dieser Stelle; es würde zu viel.)

Der Witz bei allem — jedenfalls vermute ich ihn ganz schlimm sicher — ist: wahrscheinlich bin ich gar nicht spürbar anders, sondern bilde mir das nur ein. Sooo ein großes Repertoire habe ich ja nun auch nicht. Oder?? :-)

Was wollte ich eigentlich mitteilen? Vielleicht das: Für mich wird alles anders, für euch ändert sich vermutlich nichts. Auch langweilig, oder? Naja. Das war’s, Ende der Durchsage.  *miep*

Es geht weiter

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Nur: so wie bisher kann es nicht weitergehen.
Warmlaufen:
Stufen

  • Das Kopfhörerkabel ringelräkelt sich auf empörend selbstverständliche Weise
  • Das Licht der Glühbirnenformlampe spendet weder gemütliches noch brauchbares Licht
  • Der Papierkorb im „Versteck“ füllte sich genau ein Mal, wurde daraufhin nie geleert und wird seitdem nicht mehr gebraucht
  • Der Sternenhimmel wurde, entgegen dem sicheren Vorhaben, nicht abgenommen; aus Sorge, der ganze Himmel könne daraufhin einstürzen.
  • Der Inhalt des Containerwagens sollte dringend den gegenwärtigen Interessen angepasst werden. Womöglich nicht nur denen? – ! –
  • Wie sehr ich deutlich geräumigere Fensterbretter vermisse, ohne diesen Mangel je zu bemerken.
  • Es ist die kühle Härte des Korpus, die das Gespannte unberührt und ungerührt verstauben lässt
  • Die Wände sind voller Macken, versteckten Schwächen und undefinierbaren Verweichlichungen
  • Es gäbe viele Bilder aufzuhängen, böten die Wände mehr Kraft und Halt.
  • Vier Tage sind vier Tage. Basta!